Herzlich Willkommen in ihrem Citywerk! 
http://citywerk.gleichen.de


Mittwoch, 08.09.2010


Home Suche Sitemap Kontakt Impressum

Wasserdruck im Gartetal steigt

Der Betriebsdruck der Wasserversorgung wird in den Dörfern Beienrode, Kerstlingerode, Rittmarshausen und Wöllmarshausen voraussichtlich zum 01.04.2010 um rd. 2,0 bar angehoben. Diese Anhebung wird bei Inbetriebnahme des neuen Hochbehälters oberhalb von Beienrode erreicht.


Der neue Hochbehälter des Wasserversorgungsbereichs Moosgrund, der in der Feldmark Beienrode etwa 20 Höhenmeter oberhalb des derzeitigen Behälters errichtet ist, wird voraussichtlich zum 01.04.2010 in Betrieb genommen. Bei der Umstellung der Versorgung der o.a. Dörfer sollten die erforderlichen Arbeiten an der privaten Grundstücksanlage und Hausinstallation abgeschlossen sein, um mögliche Schäden durch die Druckanhebung zu vermeiden.

Die Arbeiten zum Einbau des Druckminderventils bzw. der Filtereinrichtung dürfen nur durch ein in das Installationsverzeichnis der Gemeinde oder eines anderen Wasserversorgungsunternehmens eingetragenes Installationsunternehmen erfolgen. Die Arbeiten sind der Gemeinde vorher anzuzeigen und können von hier aus überwacht werden.

Nach § 8 der Wasserversorgungssatzung der Gemeinde Gleichen ist diese verpflichtet, das Wasser unter dem Druck zu liefern, der für einwandfreie Deckung des üblichen Bedarfs in dem Versorgungs-gebiet erforderlich ist. Die Gemeinde ist berechtigt, die Beschaffenheit und den Druck des Wassers im Rahmen der gesetzlichen und behördlichen Bestimmungen sowie der anerkannten Regeln der Technik zu ändern, falls dies in besonderen Fällen aus wirtschaftlichen oder technischen Gründen zwingend notwendig ist.

In den Hochlagen der Dörfer Beienrode, Kerstlingerode und Rittmarshausen reichte der Vordruck in den Leitungen bei höherem Verbrauch nicht aus, so dass es zeitweise zu Versorgungsengpässen und Wassermangel gekommen ist. Darüber hinaus war die Löschwasserversorgung in Endsträngen oder Hochlagen bei hohem Wasserverbrauch nur mit erheblichem zusätzlichem Aufwand sicher zu stellen.

Durch die Anhebung des Vordrucks um rd. 2,0 bar kann es in den tiefer gelegenen Teilbereichen der Dörfer dazu kommen, dass der Druck in den Leitungen auf über 5,0 bar ansteigt, so dass die Gefahr besteht, dass die Hausinstallation für diese Belastung nicht ausgelegt ist. Daher ist es unerlässlich, dass die Grundstückswasseranlage durch einen Fachmann überprüft und ggf. den erhöhten Druckverhältnissen angepasst wird.

Der alte Hochbehälter Beienrode mit einem Fassungsvermögen von 200 m³ wird durch den neuen Hochbehälter mit 600 m³ Inhalt ersetzt, wodurch die Versorgung der Bevölkerung bei hohem Verbrauch oder in Brandfällen gesichert und durch den höheren Vordruck verbessert wird.
Speicherbehälter im Hochbehälter
Wasserspeicher



Nach § 20 der Wasserversorgungssatzung ist die Gemeinde berechtigt, weitere technische Anforderungen an die Anschlussleitung und weitere Anlagenteile sowie den Betrieb der Anlage fest zu legen, soweit dies aus Gründen der sicheren und störungsfreien Versorgung, insbesondere im Hinblick auf die Erfordernisse des Verteilungsnetzes, notwendig ist.

Um Ihnen einen Eindruck zu vermitteln, wie eine ordnungsgemäße, dem Stand der Technik entsprechende Einrichtung der Messstrecke, der Filteranlage und des Druckminderventils in der Hausinstallation auszusehen hat, füge ich eine Abbildung dieser Installation bei.
 
Friedhelm Storek
erstellt am 26.01.2010

Artikel versenden
Druckversion anzeigen